2. Demokratietag am Lessing Gymnasium am 15. Juli 2026

Am 15. Juli 2026 fand am Lessing Gymnasium der 2. Demokratietag statt. Das diesjährige Motto lautete „Lessing engagiert: Mitreden, Mitgestalten, Mitwirken“. Ganz im Sinne dieses Mottos setzten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in ihren jeweiligen Klassenverbänden und die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II in selbst gewählten Workshops vielfältige Projekte um. Dabei standen Engagement, Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt. So wurden beispielsweise Spenden für soziale Projekte gesammelt, Verschönerungsarbeiten am Schulgebäude durchgeführt und gesellschaftlich relevante Themen wie Homophobie oder die Abhängigkeit von sozialen Medien kritisch beleuchtet. Die Aktivitäten der Gruppen sind in der Taskcard dokumentiert:

https://www.taskcards.de/#/board/7401a10f-04ef-4ba5-a6f3-fd7f388e8a71/view?token=3b5906a2-a766-418b-8a47-2d22c8a2606c

Zum Abschluss des Tages versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler zu einem gemeinsamen Abschlussfoto. Damit setzten sie ein sichtbares Zeichen für Frieden und ein respektvolles Miteinander in der Welt.

Demokratietag 15.07.26 (HAN)

Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses Demokratietages beigetragen haben. Besonders danken wir unseren Schülerinnen und Schülern für ihre engagierte Mitarbeit, ihre Offenheit und ihre Bereitschaft, sich aktiv einzubringen. Ebenso bedanken wir uns bei den Lehrkräften, die die verschiedenen Projekte mit großem Einsatz organisiert, begleitet und betreut haben. Ein ganz besonderer Dank gilt den externen Partnerinnen und Partnern, die den Demokratietag mit ihren vielfältigen Angeboten, ihrer Expertise und ihrem Engagement bereichert haben. Ohne ihre Unterstützung und ihre Bereitschaft, diesen Tag gemeinsam mit uns zu gestalten, wäre der Demokratietag in dieser Form nicht möglich gewesen.

Hier noch ein Bericht einer Schülerin aus der Q2:

Projekttag „Jugend debattiert“

„Jugend debattiert“ bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und dabei die Kunst des überzeugenden Debattierens zu erlernen. Im Rahmen des Demokratietages 2026 konnten Schülerinnen und Schüler der Stufen EF und Q1 an einem Workshop zu „Jugend debattiert“ teilnehmen.

Zunächst wurde uns die Struktur einer Debatte erklärt, da diese einem strikt festgelegten Ablauf und bestimmten Regeln folgt. Anschließend setzten wir uns in Kleingruppen zusammen und entwickelten eigene Streitfragen, zu denen wir anschließend kurze Gruppendebatten führten. Dabei konzentrierten wir uns jeweils auf die einzelnen Abschnitte des Debattenaufbaus und lernten, worauf es in den verschiedenen Phasen besonders ankommt. Gegen Ende des Workshops erfuhren wir die eigentliche Streitfrage für die große, öffentliche Wettbewerbsdebatte und erhielten Zeit, dazu Pro- und Kontra-Argumente zu sammeln. Daraufhin erklärten sich vier Schülerinnen und Schüler bereit, an der offiziellen Debatte in der Aula teilzunehmen.

Diese fand einige Tage später statt und beschäftigte sich mit der Streitfrage „Soll eine flächendeckende Wehrpflicht für alle jungen Menschen unabhängig vom Geschlecht nach dem Schulabschluss in Deutschland eingeführt werden?“ Am Tag der Debatte trafen wir uns erneut in der Aula und unterstützten die vier Debattierenden bei ihrer letzten Vorbereitung. Anschließend wurden ihnen ihre Positionen zufällig zugeteilt. Danach erhielten sie eine halbe Stunde Zeit, sich ohne ihre Notizen auf die Debatte vorzubereiten.

Daraufhin begann die eigentliche Debatte. Die vier Debattierenden stellten zunächst ihre jeweiligen Positionen vor und begründeten diese mit den zuvor vorbereiteten Argumenten. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, auf die Argumente der jeweils anderen Seite einzugehen und diese zu hinterfragen. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur darum ging, möglichst viele Argumente zu nennen, sondern auch darum, aufmerksam zuzuhören und auf die Aussagen der anderen einzugehen.

Besonders interessant war, dass die Positionen zuvor zufällig zugeteilt worden waren. Dadurch mussten die Debattierenden teilweise eine Meinung vertreten, die nicht unbedingt ihrer persönlichen Überzeugung entsprach. Trotzdem gelang es ihnen, ihre jeweiligen Standpunkte überzeugend darzustellen. Zum Schluss wurde von einer Jury, bestehend aus zwei Lehrkräften und einem Elternteil, entschieden, wer die Debatte gewonnen hatte.

Insgesamt war „Jugend debattiert“ eine interessante Erfahrung und hat gezeigt, dass es Spaß machen kann, sich mit solchen aktuellen Themen auseinanderzusetzen. Des Weiteren hat es uns aufgezeigt, worauf man in einer richtigen Debatte achten muss.

Von Emma Marie Hoffmann Q2

JAK (für die AG Demokratietag)

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