


Wie sieht der Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier aus? Welche Folgen hat der Braunkohleabbau für Landschaft und Menschen? Und welche Rolle spielen erneuerbare Energien für die Zukunft? Mit diesen Fragen setzten sich die Erdkundekurse der Einführungsphase (EF) am Mittwoch, den 24. Juni 2026, bei einer Tagesexkursion ins Rheinische Braunkohlerevier auseinander.
Die Exkursion knüpfte an die Unterrichtsreihe „Energieträger“ an und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die theoretischen Inhalte des Erdkundeunterrichts durch eigene Beobachtungen und praktische Raumanalysen zu vertiefen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von rund 37 °C konnten alle Programmpunkte wie geplant durchgeführt werden und boten den Teilnehmenden eindrucksvolle Einblicke in eine Region im Wandel.
Der erste Halt führte die Kurse zur Aussichtsplattform Jackerath. Von dort aus eröffnete sich ein beeindruckender Blick über den Tagebau Garzweiler. Die gewaltigen Dimensionen des Braunkohletagebaus machten deutlich, wie stark der Mensch die Landschaft verändert und welche Flächen für die Energiegewinnung in Anspruch genommen werden.
Anschließend erhielten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Führung des RWE-Besucherdienstes spannende Einblicke in den Tagebau. Nach einer Einführung im Informationszentrum ging es mit dem Bus direkt durch den Tagebau. Dabei konnten die riesigen Schaufelradbagger, Förderanlagen und die weitläufigen Abbauflächen aus nächster Nähe erlebt werden. Gleichzeitig wurde erläutert, welche Bedeutung die Braunkohle für die Energieversorgung hatte und wie die Rekultivierung der Flächen nach dem Abbau erfolgt.
Im weiteren Verlauf der Exkursion führte die Route an einem Windkraftfeld vorbei und durch rekultivierte Gebiete. So wurde anschaulich, wie sich die Region im Zuge der Energiewende verändert und ehemalige Tagebauflächen schrittweise einer neuen Nutzung zugeführt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des alten und des neuen Manheim. Der Vergleich beider Orte machte die Auswirkungen des Braunkohleabbaus auf die Bevölkerung besonders deutlich. Die Umsiedlung ganzer Dörfer zeigte eindrucksvoll, dass der Strukturwandel nicht nur Landschaften, sondern auch das Leben vieler Menschen nachhaltig verändert.
Die Exkursion bot den Schülerinnen und Schülern zahlreiche neue Eindrücke und verdeutlichte die komplexen Zusammenhänge zwischen Energieversorgung, Klimaschutz, wirtschaftlichen Interessen und den Folgen für Mensch und Umwelt. Damit stellte sie eine wertvolle Ergänzung zum Erdkundeunterricht dar und ermöglichte einen direkten Einblick in eine Region, die den Wandel der Energieversorgung wie kaum eine andere widerspiegelt.
GÖT/DUI/KÖS

